Schriftzug Otto-Modersohn-Museum
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die Stiftung
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Unterstützung
Meyboden O. Modersohn

Hans Meyboden (1901 - 1965)
Portrait Otto Modersohn, Februar 1939
Öl auf Leinwand, 70,5 x 60 cm
Die Otto Modersohn Stiftung wurde durch Christian und Anna Modersohn, im Einverständnis mit ihrer Familie, 1989 ins Leben gerufen. Ursprünglich als nicht rechtsfähige Stiftung von der Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. treuhänderisch verwaltet, wurde der Stiftungsbestand 1997 erweitert und in eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts umgewandelt. Damit ist der Stiftungsbestand unveräußerlich geworden.

Der umfängliche Bestand an Bildern und Zeichnungen wurde durch weitere Zustiftungen der Skizzenbücher des Frühwerks erweitert und ist bisher nicht abgeschlossen. Ziel der Stiftung ist die Förderung, Erhaltung und Pflege des Otto-Modersohn-Nachlasses in Fischerhude, im Interesse der Allgemeinheit. Weiter soll an den Künstler und Menschen Otto Modersohn in der ihm angemessenen Weise erinnert und sein Andenken gewahrt und geschützt werden. Die Sammlung der Otto-Modersohn-Stiftung soll durch Zustiftungen erweitert werden.

Der Satzungszweck wird durch die Erschließung des Werkes von Otto Modersohn für das allgemeine Interesse und Verständnis einer breiten Öffentlichkeit im Otto-Modersohn-Museum und die leihweise Überlassung von Werken in Ausstellungen, die der Bedeutung seines Werkes angemessen sind, verwirklicht.

Die Organe der Otto Modersohn Stiftung sind der Vorstand, dessen Vorsitz dem Stifter vorbehalten ist und der Stiftungsrat, ein Kontrollgremium, das aus 12 Kunstsachverständigen besteht und der Stiftungsaufsicht jährlich Rechenschaft über den Bestand der Stiftung gibt. Das Otto Modersohn Museum selbst wird von der Familie Modersohn privat geführt. Das Haus und der Grund auf dem es steht, sind nicht Bestandteil der Stiftung, aber durch den Stifter in ihrer Zweckbestimmung auf Jahre hinaus festgelegt, den Zielen von Stiftung und Gesellschaft verpflichtet und untergeordnet.

Das Museum wird in seinen Ausstellungen, die Otto Modersohn und seinem künstlerischen Umfeld gewidmet sind, durch die Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. finanziell unterstützt. Für den laufenden Betrieb des Hauses erhält das Otto Modersohn Museum keine öffentlichen Zuwendungen von Kommune, Kreis oder Land.

Über die Stiftung hinaus betreut das Otto Modersohn Museum die Nachlässe von Hans Meyboden, Willem Grimm, Heinrich Breling, Louise Modersohn-Breling, Ulrich Modersohn, Christian Modersohn und Johanna Eißler. In diesem Zusammenhang ist es möglich, dass weitere Nachlässe der Otto Modersohn Stiftung zur Betreuung und Pflege übergeben werden. Derzeit bemüht sich die Stiftung um zwei Künstler-Nachlässe, die von so herausragender Qualität sind, dass sie dem Gedächtnis des Ortes erhalten bleiben müssen.

Finden Sie ausführlichere Informationen über die Hans Meyboden Stiftung, einen Text über seine Malerei und seine Biographie hier.
Dorfstraße restauriert Fassung

Dorfstraße in Worpswede, 1897
restauriert

dorfstr. worpswede installationsansicht

Dorfstraße in Worpswede, 1897
Installationsansicht, Otto Modersohn Museum, 2009

Die Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. erwarb das Bild Dorfstraße in Worpswede, 1897 für die Otto Modersohn Stiftung

Der Erwerb erweitert die Stiftung um eines der wichtigsten Bilder Otto Modersohns aus den Worpsweder Jahren vor 1900. Otto Modersohn malte das Bild im Winter 1896/1897. Es zeigt eine Szenerie in der Worpsweder Dorfstraße "Im Rusch".

1897 wurde es in der Großen Berliner Kunst-Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Atelierbuch verzeichnet den Eintrag: "Dorfstraße (170 x 102) (verk. 1898 in Breslau Lichtb.). Besitzer: Herr Schäffer - Bielitz (Österreich) 1.200 M.

Er verkaufte das Bild 1898 im Lichtenberg Museum Breslau an den Tuchfabrikanten Victor Schaeffer, wohnhaft in Bielitz in österreichisch Schlesien für 1.200 Mark. Zuvor erhielt er am 3. März 1898 ein Telegramm: "Habe Gebot auf Dorfstrasse: 1.200 Mark, kann verkaufen? Kellner". Otto Modersohn hatte diesem Angebot demnach zugestimmt.
Erwähnt wird das Bild dann 1903 in der kleinen Monographie WORPSWEDE herausgegeben in der Reihe DIE KUNST von Richard Muther mit einem Text von Hans Bethge im Verlag Bard-Maquardt & Co, Berlin: Katalog der Bilder und Radierungen auf Seite 70: 1897: "Dorfstraße in Worpswede", Schäffer, Bielitz i. öster. Schl.

Nach dem Tod von Victor Schäffer erbte sein Sohn, der Kunsthistoriker Dr. Emil Schäffer (1874-1944), das Bild. Emil Schäffer heiratete 1908 Olga Mauksch (1887-1982). Die Ehe wurde geschieden. Nach der Trennung wurde ihr das Gemälde übereignet. Sie heiratete in zweiter Ehe den Pianisten, Komponisten und Musikpädagogen Bruno Eisner. Eisner war Kommunist und Jude und stand auf den Listen der Nazis. Deshalb entschloss sich das Ehepaar Mauksch-Eisner bereits 1933 zur Emigration nach Amerika. Bruno Eisner unterrichtete fortan als Musikpädagoge in New York.
Das Bild blieb zurück und wurde am 11./12. Juni 1936 im Kunstauktionshaus "Rudolf Lepke's Kunst-Auctions-Haus" in Berlin-Charlottenburg, Potsdamer Straße 122 a/b, durch Hans Carl Krüger zur Versteigerung unter der Nr.160 gebracht. Im Katalog 2104 ist es auf Tafel 4 unter dem Titel "Sommertag in Worpswede" abgebildet. Der Katalog preist das Gemälde " als eines der wichtigsten Bilder der Worpsweder Schule" an.
Als Besitzerin wurde die jüdische Bürgerin Olga Eisner, geb. Lewin (sic) aus Berlin-Charlottenburg, Reichsstraße 2b (bei Engel) ausgewiesen. Der Preis für das Bild war mit RM 300 ausgesprochen niedrig angesetzt. Vermutlich wurde es nicht versteigert.

1937 kam es in München in der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst unter der Nr. 491 und dem Titel Dorfstraße in Worpswede (Öl) im Saal 3 als einziges Bild Otto Modersohns zu zweifelhafter Ehre. Es war dort und im Katalog zur Ausstellung mit dem damals marktüblichen Preis von 3.500 Mark angeboten.
Sein Worpsweder Malerkollege Fritz Mackensen war mit dem Bild Gottesdienst im Freien aus der Niedersächsischen Landesgalerie Hannover vertreten. Man kann vermuten, dass sich das Bild Dorfstraße in Worpswede bereits in Staatsbesitz befand. Otto Modersohn musste also nicht um eine Leihgabe gebeten werden. Auch Bilder aus anderen Museen (etwa Sturm im Teufelsmoor aus dem Schlesischen Museum in Breslau oder Sturm im Moor aus der Neuen Pinakothek in München) wurden nicht angefordert, um Otto Modersohn repräsentativ herauszustellen. Es gibt im Otto Modersohn Museum keinerlei Unterlagen zu dieser Ausstellung, da Otto Modersohn selbst nicht Leihgeber war.

Nach einem Bericht seines Sohnes Christian Modersohn (1916 - 2009) war sein Vater mit ihm zur Eröffnung des "Haus der Kunst" nach München gefahren. Obwohl ausstellender Künstler, wurde Otto Modersohn am Eröffnungstag der Zutritt zur Ausstellung verweigert, mit dem Hinweis, dass er über keine Ehrenkarte für den Tag der Eröffnung verfüge und am zweiten Tag wiederkommen möge. Christian Modersohn erinnerte sich zwar an den theatralischen Umzug und an die misslichen Begleitumstände (sein Vater war außer sich vor Wut: "So etwas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert; ich will wissen wo mein Bild hängt.") leider aber nicht mehr an das dort gezeigte Gemälde seines Vaters. Christian Modersohn erinnerte sich weiter, dass sein Vater sehr enttäuscht von der Qualität der in München gezeigten neueren Bilder und Skulpturen war.

Der Vater des vorletzten Besitzers, Dr. med. Georg Koch, erwarb das Bild aus der Münchener Ausstellung im Glauben eines rechtmäßigen Ankaufs. Er selbst war von den "Nürnberger Gesetzen" betroffen und wurde deshalb nicht zum Wehrdienst eingezogen. Er bewahrte das Bild bis zu seinem Tode 1977 als "Familienschatz". Sein Sohn war nach Canada ausgewandert und erbte das Bild. Er bot es im Januar 2009 dem Otto Modersohn Museum zum Kauf an.

Seit 2007 war das Bild mit Hilfe des Otto Modersohn Museums im Lost Art Register in Magdeburg erfasst. Dass es mit Restitutionsansprüchen behaftet war, wurde dem Otto Modersohn Museum erst im März 2009 bekannt.
Das Otto Modersohn Museum konnte in Absprache mit den Erben Mauksch/Eisner und ihren juristischen Vertretern eine finanzielle Einigung erzielen, die den Verzicht auf jeglichen Anspruch beinhaltet.
Das Bild wurde bereits aus dem Lost art Register entfernt.

Der Ankauf wurde ermöglicht durch die großzügige Hilfe der Spender:
Waldemar Koch Stiftung, Bremen
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Stiftung der Kreissparkasse Verden
Kulturstiftung der Länder
Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover
Bremer Landesbank
Flecken Ottersberg
Landschaftsverband Stade
Mitglieder der Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V.
und zahlreiche private Spender

Unterstützen Sie die Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V.
und die Otto Modersohn Stiftung


Die Otto Modersohn Stiftung wurde 1997 durch Christian Modersohn und seine Familie als selbständige Stiftung privaten Rechts gegründet, um den wesentlichen Bestand des Nachlasses von Otto Modersohn und damit den Bestand der Sammlung seiner Bilder und Zeichnungen vor der Zerstreuung zu sichern und der Nachwelt im Otto Modersohn Museum in Fischerhude zugänglich zu machen, ihn zu erhalten und zu pflegen und die Sammlung der Stiftung zu ergänzen. Das Otto Modersohn Museum wird privat geführt und erhält keine Zuschüsse zum laufenden Betrieb. Die Ausstellungen und Aktivitäten der gemeinnützigen Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. werden durch Spenden der Mitglieder und deren Beiträge finanziert. Die Gesellschaft hat sich zudem in ihrer Satzung zur Unterstützung der Ziele der Otto Modersohn Stiftung verpflichtet. Sie übernimmt die anteiligen Kosten der Versicherung und finanziert die Restaurierung und Pflege des Stiftungsbestandes, da die Stiftung über keine nennenswerten finanziellen Eigenmittel - über das Stiftungskapital hinaus - verfügt. Die Mitglieder der Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum haben in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um den Bestand der Stiftung zu erweitern. So wurden im Jahr 2008 zehn Bilder aus der Hinterlassenschaft Mathilde Modersohns (der Tochter Paula Modersohn-Beckers) erworben. 2010 konnte zudem eines der Hauptwerke Otto Modersohns, das Bild Dorfstraße in Worpswede für die Otto Modersohn Stiftung gesichert werden. Zudem wurde der Erweiterungsbau ganz wesentlich auch von den Mitgliedern der Gesellschaft mit zahlreichen Zuwendungen unterstützt. Dafür sind wir allen Spendern sehr dankbar.
Langfristiges Ziel ist, mit den Zinsen des Stiftungskapitals zwei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter zu ermöglichen, um die Arbeit am Werkverzeichnis der Gemälde voranzutreiben und wissenschaftliche Publikationen zum Werk Otto Modersohns zu finanzieren. Leider ist dies aber aus vorgenannten Gründen bisher nicht möglich. Um dies zu ändern, müssten die Otto Modersohn Stiftung, ebenso wie auch die Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. weitere Förderer für sich und ihre Arbeit am Werk Otto Modersohns gewinnen.
Deshalb möchten wir Sie an dieser Stelle um Hilfe bitten und zur Unterstützung motivieren. Durch die Zustiftung eines Kunstwerkes oder gar einer Sammlung sowie durch Spenden fördern Sie den Ausbau der Stiftungssammlung im Otto Modersohn Museum und die wissenschaftliche Arbeit am Werk Otto Modersohns.
Dies betrifft in gleicher Weise die Werke von Heinrich Breling, Hans Meyboden, Willem Grimm und Johanna Eißler, deren künstlerische Hinterlassenschaften sich ebenfalls unter dem Dach der Otto Modersohn Stiftung als Zustiftungen befinden. Sie führen zwar nicht zu einer Beteiligung des jeweiligen Stifters an der Otto Modersohn Stiftung, weil (Zu-)stiften immer eine Abgabe eigenen Vermögens zugunsten der Stiftung als eigenständiger Körperschaft bedeutet. Eine Zustiftung oder eine Spende an die Otto Modersohn Stiftung ist jedoch in jeglicher Beziehung hilfreich, um Kunst und Kultur und das Werk Otto Modersohns im Besonderen für die Allgemeinheit zugänglich zu erhalten.
Vom uneigennützigen Mäzenatentum bis zur Möglichkeit fördernder Selbstverwirklichung reicht von jeher das Motivationsspektrum privater und institutioneller Stifter und Spender: Wer seine gesellschaftliche Verantwortung als Vermögender bejaht („Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen“, sagt das Grundgesetz) und wer als engagierter Kultur- und Kunstinteressent, Kunstsammler und Stifter wirken möchte, findet in der Otto Modersohn Stiftung und in der Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. offene Arme und dankbare Empfänger.
Donatoren wirken in die Zukunft, indem sie die Erfüllung der auf Dauer angelegten Stiftungsaufgaben ermöglichen. Wer der Otto Modersohn Stiftung Kunstwerke stiftet, wirkt insofern nachhaltig, als er hilft, diese für die Nachwelt zu bewahren. Die Freude am Schenken ist unbedingte Voraussetzung für alle vorgenannten Motive. Spenden und Zustiftungen zu Lebzeiten oder von Todes wegen an die Otto Modersohn Stiftung sind natürlich auch mit steuerlichen Vergünstigungen für den Donator (oder dessen Erben) verbunden, die es – in dieser Größenordnung – nur bei Stiftungen gibt. Ob Sie eine Zustiftung, eine Spende zu Lebzeiten oder eine testamentarische Zuwendung erwägen – wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen, für die von Ihnen gewünschte Förderung den optimalen steuerlichen Vorteil zu erzielen. So können Zustiftungen und Spenden gleichzeitig steuerlich geltend gemacht werden.
Alle der Stiftung oder der Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum zugehenden Mittel werden ausschließlich für die Verwirklichung satzungsgemäßer Zwecke genutzt. Die Stiftung erwirbt aus den Erträgen ihres Vermögens und über ihr zugehende Zustiftungen und Spenden Werke Otto Modersohns zur Ergänzung des Stiftungsbestandes. Diese im Eigentum der Otto Modersohn Stiftung befindlichen Bilder und Zeichnungen überlässt sie dem Otto Modersohn Museum als Dauerleihgaben.

Formen der Unterstützung

Zustiftungen
Mit Ihrer Zustiftung vermehren Sie das Vermögen der Stiftung, sichern ihre langfristige Arbeit und verbessern das jährliche Budget, das für Kunstankäufe zur Verfügung steht. Als Zustiftungen können Barvermögen, Wertpapiere, Haus- und Grundbesitz, Kunstgegenstände und andere Sachwerte in Frage kommen. Die Zustiftung eines Barvermögens können Sie durch eine Banküberweisung vornehmen. Als Verwendungszweck nennen Sie bitte das Wort „Zustiftung“. Auf dem Überweisungsformular geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Adresse an, damit Sie sofort nach Buchung der Zahlung auf den Konten der Otto Modersohn Stiftung oder der Gesellschaft eine Zuwendungsbescheinigung bekommen können.

Spenden
Die geldwerten Spenden vermehren nicht ausschließlich das Stiftungsvermögen, sondern können auch direkt für den Erwerb von Kunstwerken oder die sonstige Förderung der Stiftung eingesetzt werden. Für Geldspenden verwenden Sie bitte eine Banküberweisung mit der Zweckzuweisung „Spende“. Nach der Buchung des Spendenbetrages auf dem Konto der Stiftung oder der Gesellschaft erhalten Sie umgehend eine Spendenbescheinigung. Bitte vermerken Sie auch dafür auf dem Überweisungsträger Ihren Namen und Ihre Anschrift. Als Sachspenden kommen insbesondere Kunstwerke in Frage, die die Sammlungen des Otto Modersohn Museums ergänzen und den Bestand abrunden. Sie werden gemäß der Stiftungssatzung dem Museum als Schenkung überlassen. Sachspenden können aber ebenso andere Wertgegenstände sein wie z. B. Haus- und Grundbesitz oder andere Wertgegenstände, aus denen der Stiftung Erträge zufließen (z. B. durch Mieteinnahmen), die sie zur Erhöhung des Stiftungsvermögens veräußern kann, oder um gezielt Kunstwerke zu erwerben.

Testamentarische Zuwendung
Eine testamentarische Zuwendung kann der Stiftung als Erbin (bzw. Miterbin) oder auch als Vermächtnisnehmerin zugedacht werden. Durch Erbeinsetzung geht das vererbte Geld- oder Sachvermögen im Todesfall direkt auf die Stiftung über. Im Falle der Einsetzung als Vermächtnisnehmerin wird eine rechtliche Verpflichtung der Erben begründet, der Stiftung aus der Erbmasse einen bestimmten Geld- oder Sachwert zu übertragen. Es gibt zwei verschiedene Formen des Testaments: das notarielle (oder sogenannte öffentliche) Testament und das eigenhändige (oder sogenannte privatschriftliche) Testament. Bei der Errichtung eines notariellen Testaments berät der Notar den Erblasser, schreibt es nieder und vollzieht seine Beurkundung. Der Notar stellt sicher, dass das Testament nach Ableben des Erblassers eröffnet und durchgeführt wird. Ein eigenhändiges Testament muss vom Erblasser selbst handschriftlich verfasst und unterschrieben werden. Mit dem Computer oder der Schreibmaschine geschriebene Testamente sind unwirksam! Der Erblasser unterschreibt mit Vor- und Zunamen und nennt außerdem Ort und Datum der Niederschrift. Ehegatten müssen das handgeschriebene Testament beide mit Vor- und Nachnamen unterschreiben. Durch die Hinterlegung des eigenhändigen Testaments beim Amtsgericht können Sie sicherstellen, dass Ihr letzter Wille zur gegebenen Zeit vollzogen wird.

Die Einsetzung eines Erben respektive Miterben
Geeignete Formulierungen in Ihrem Testament für die Einsetzung der Otto Modersohn Stiftung als Erbin respektive Miterbin sind: „Ich bestimme die Otto Modersohn Stiftung, In der Brredenau 95, 28870 Fischerhude, zu meiner Alleinerbin“, respektive „Ich bestimme zu Miterben meines Nachlasses: N. N., Geburtsdatum, Adresse, zu … %, sowie die Otto Modersohn Stiftung zu … %.“

Die Aussetzung eines Vermächtnisses
Eine geeignete Formulierung in Ihrem Testament für die Aussetzung eines Vermächtnisses lautet wie folgt: „Die Otto Modersohn Stiftung, In der Bredenau 95, 28870 Fischerhude, bekommt nach meinem Ableben als Vermächtnis … % meines Vermögens“ oder „… meine gesamte Kunstsammlung“ oder „das Kunstwerk (Titel) von Otto Modersohn“. Die Otto Modersohn Stiftung kann auch die Treuhandschaft für rechtlich unselbstständige, gemeinnützige Stiftungen übernehmen, deren Zweck ebenfalls auf die Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere durch das Otto Modersohn Museum, gerichtet ist.

Treuhandstiftungen
Die gemeinnützige Treuhandstiftung – auch unselbständige Stiftung genannt – bietet dem Stifter die Möglichkeit, mit geringem Zeit- und Verwaltungsaufwand eine eigene Stiftung zu gründen und somit seine Zustiftung bereits zu Lebzeiten mit seinem Namen zu verbinden. Sie kann in einem relativ kurzen Zeitraum errichtet werden. Staatlicherseits ist allein das zuständige Finanzamt beteiligt, langwierige behördliche Genehmigungsverfahren entfallen. Die Organisation und Verwaltung übernimmt der Treuhänder, das heißt die Otto Modersohn Stiftung. Die Erstausstattung der Stiftung und die Zustiftungen bleiben, so wie bei der selbstständigen Stiftung, dauerhaft im Kapital erhalten; nur die Erträge aus dem Vermögensstock werden für die in ihrer Satzung festgelegten Zwecke verwendet. Neben monetären Leistungen können auch Vermögenswerte, wie z.B. GmbH-Anteile, Immobilien, Wertpapiere oder Kunstwerke eingebracht werden. Die Rechtsform der Treuhandstiftung ist das richtige Instrument für den Stifter, der sein Vermögen einem Zweck auf Dauer widmen will, ohne eine Struktur schaffen zu müssen, die die Selbstverwaltung einer rechtsfähigen Stiftung erfordern würde.

Steuerliche Begünstigung

Die Otto Modersohn Stiftung und auch die Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V. sind vom Finanzamt als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt. Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen und Vereine können gegen Vorlage einer Zuwendungsbescheinigung als Sonderausgaben gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden. Zustiftungen und Spenden können von natürlichen und auch juristischen Personen (Personen, Einzelunternehmen, und Kapitalgesellschaften) steuerlich geltend gemacht werden.

Zustiftungen
Zustiftungen sind bis zu einer Höhe von insgesamt einer Million Euro (bei Ehepaaren bis zu zwei Millionen Euro) steuerlich abzugsfähig. Der Stifter darf die Veranlagung dieses Betrags nach seinen Erfordernissen auf bis zu zehn Jahre verteilen.

Spenden
Spenden können bis zu einer Höhe von 20% der erzielten Einkünfte geltend gemacht werden; übersteigt die Spendenhöhe diesen Prozentsatz, kann der Mehrbetrag in die Folgejahre vorgetragen werden.

Treuhandstiftungen
Der gemeinnützigen Treuhandstiftung werden durch das Steuerrecht dieselben Rechte eingeräumt wie der rechtsfähigen Stiftung (siehe dazu den Abschnitt Zustiftungen und Spenden).

Unternehmer als Stifter
Unternehmer und Unternehmen können das sogenannte Buchwertprivileg in Anspruch nehmen. Wird der Stiftung ein Vermögenswert aus dem Betriebsvermögen übertragen, kann diese Entnahme zum Buchwert erfolgen. Die Differenz zwischen dem Buchwert und dem Verkehrswert muss nicht versteuert werden. Die Otto Modersohn Stiftung fungiert als selbständige Stiftung privaten Rechts. Sie hat keine Mitglieder; ihre Organe sind Vorstand und Stiftungsrat. Sitz der Otto Modersohn Stiftung ist Fischerhude.

Adresse:
Otto Modersohn Stiftung
In der Bredenau 95
28870 Fischerhude
Tel. 0049-(0)4293-328
Fax 0049-(0)4293-1435
info@modersohn-museum.de
www.modersohn-museum.de

Geschäftsführung:
Rainer Noeres

Bankverbindung
Otto Modersohn Stiftung
Kreissparkasse Verden
Konto Nr. 12 021 853
BLZ 291 526 70
IBAN: DE03 2915 2670 0012 0218 53
BIC-/SWIFT-Code: BRLADE21VER